Montag, 7. Januar 2013

Voller Tatendrang bis zum Jahreswechsel

Im letzten Monat ist viel geschehen, weshalb sich wohl heute ein über die Maßen großer Blog ergeben wird. Bevor ich in die lang ersehnten Weihnachts- und Silvesterferien startete genoss ich zunächst ein wirklich wunderbares kleines Weihnachtsfest des Japaners "Hatchi", der im letzten Jahr um die ganze Welt gereist ist und sich nun dafür begeistert jeden, aber auch absolut jeden Ausländer in Hamamatsu kennenzulernen. Gleichzeitig ist er ein toller Koch und Fotograph. Das nebenstehende Bild habe ich jedoch selbst geschossen.

Nebst dieser tollen kleinen Weihnachtsfeier mit vielen verrückten und witzigen Leuten, bei denen ich einige japanische "Trinkspiele" (also ob die viel trinken würden) kennen gelernt habe, gab es dann am Freitag vor Weihnachten noch einen umfangreichen Umtrunk mit der gesamten Laborgemeinschaft, und schon war ich reisefertig und bereit für den großen Ausflug nach Westen der in den kommenden Wochen anstand. Auf dem Plan von Caro und mir stand zunächst Osaka. Die Fahrstrecke habe ich, für mich erstmalig in Japan, nicht mit dem Zug, sondern mit dem Bus zurückgelegt.
Diese Fahrt war zwar länger aber dafür billiger. Dummerweise hatte es morgens, während ich auf dem Fahrrad zum Busbahnhof strampelte geregnet, weshalb ich die anschließenden 6 Stunden in klitschnassen Sachen im Bus saß, welcher übrigens ausklappbare Sitze für den Mittelgang besaß und somit, durch die - 5 Personen neben einander- Konstellation überhaupt keinen Platz für Bewegungen bot, was die Japaner aber nicht zu stören schien.... Tja... Die ham die Ruhe weg. Angekommen in Osaka, hatte ich sehr schnell das von Caro bereits entdeckte Hotel ebenfalls erreicht und wir konnten uns erst einmal das oben sichtbare Kaffeegedeck gönnen.
Anschließend hatten wir dann vor die japansichen Lichtinstallationen im Stadtzentrum zu erkunden, da einem von der enormen Blitz-, Blink- und Glühfülle gepaart mit der unheimlichen Menschenansammlung aber gerade zu schlecht werden konnte, war ich ehrlich froh nach einiger Zeit zu unserem letzten Punkt für diesen Tag aufzubrechen: dem deutschen Weihnachtsmarkt im Osaka. Dieser war zwar nicht minder überfüllt, strahlte aber dennoch ein gewisses Heimatgefühl aus.

Zusätzlich zu den auf den Bildern sichtbaren Karusells und Bahnen gab es auch ein Süßigkeitenhaus und Glühweinbuden, was die beiden hübschen Sammeltassen in Caros Händen beweisen. Am nächsten Tag, dem 23. Dezember bereitete ich mir selbst ein kleines Weihnachtsgeschenk. Schon von Beginn der Fahrt war in der Planungsphase ein Besuch in einem der berühmten Steak-Restaurants in Kobe von mir kategorisch als notwendig empfunden worden, weshalb ich die arme Caro wohl oder übel dazu überredete. Sie fügte sich dankenswerter Weise ihrem Schicksal.

Daher ging es als am 23. 12 nach Kobe. hier wird nun eine kleine (längere) Erörterung der Mahlzeit folgen, wofür ich Uninteressierte um Verständnis bitte ;-)
Nach einem Blick in die Karte, welcher mich in jeder anderen Stadt der Welt beim erschauen der Preise für ein Steak sicher im Eilgang rückwärts hätte aus dem Lokal stürzen lassen, entschied ich mich für ein "Sirloin Set", welches nebst dem prachtvollen (oben liegenden) Steak mit hervorragender Marmorierung (Danke an Kai ;-) ) auch eine Suppe, französisches Brot und passende Beilagen umfasste.
Nach dem ungeduldigen Verzehr von Suppe und Räucherlachs auf Salat als Vorspeise, während der Chefkoch sich mit dem Nebensitzenden Gästepärchen beschäftigte, folgte die Unterredung mit dem "Maestro", welche über das folgende Wohl und Wehe des Schlemmens entscheidet. Zu beantworten waren neben den selbstverständlichen Fragen über den Bart-Grad des Fleisches auch kurze Erkundigen über Knoblauchvorlieben. Daran anschließend begann der Meister das exakt abgewogene und aus der Küche gekommene Fleisch zu portionieren.

Aus dem Fleischlappen wurden mit größter Kenntniss und Obacht kleinere Stücke geschnitten die später einzeln gebraten und dem Zeitpunkt im Verlaufe des Essens angemessen dem Gast zugereicht. Der Koch schien perfekt timen zu können, wann er welchen Teil des Steaks zubereitete um in dann zum optimalen Augenblick auf den großen Teller mit Senf, Pfeffer, Salz, Knoblauch und den ebenfalls einzeln gebratenen Beilagen gleiten zu lassen, damit der Genießende gegenüber weder warten noch über die Temperatur klagen musste.

Ich kann garnicht genug loben und ausdrücken wie toll ich das alles fand! Nicht nur die frische der Speise sondern vorallem die direkte Erlebbarkeit der Zubereitung und der aufgewendeten Sorgfalt begeisterten mich ungemein.
Leider, leider setzt nach einem solch gelungenen Aufenthalt, in einem der wohl besten Steakhäuser der Welt sehr rasch das schlechte Gewissen ein, ob der vielen Kalorien die man zu sich genommen hat. Im meinem Fall hieß das gewissen Caro, die sich leider doch nicht all zu große Begeisterung für das gute Fleisch aneingnen konnte.
Aber ich kann ihr in Bezug auf die Kalorien selbstverständlich nur recht geben, weshalb es sicher auch für mich als logisch zeigte den Ausflug auf den naheliegenden Berg zu Fuß zu starten. Und mit den Gedanken noch tief in den dunklen Räumen der Gastronomität erklommen wir die Stufen die uns in die japanische Waldlandschaft führten.
An dieser Stelle möchte ich übrigens für Verzeihung für meine Wortwahl bitten. Dank meiner freien Zeit habe ich angefangen mich mit den Buddenbrooks zu beschäftigen und während des Lesens viel Spass daran gefunden diese umständliche Ausdruckweise ein bisschen aufzugreifen.
Nach ca. 2,5 Stunden Aufstieg, der zeitweilig an einen Abenteuerfilm erinnerte, hatten wir dann einen wunderbaren Blick zu unseren Füßen und genossen der hektischen japanischen Großstadtwelt entkommen zu sein.
Am nächsten Morgen besuchten wir das ehemalig aufstrebende Viertel um den Osaka-Tower, das nun schon sichtlich in die Jahre gekommen war und dennoch viel Charme und Leben versprühte.

Aber seht selbst:

Es war der 24 Dezember und da in Japan auf einem Weihnachtskuchen / Torte Erdbeeren nicht fehlen dürfen, gab es diese natürlich bei jedem guten Obsthändler. Was noch absurder wirkte als diese Tatsache allein, war die Normgröße und das Einheitsaussehen, welche jeder dieser Erbeeren erfüllte.
Zum Mittagessen gab es dann ein typisches und traditionelles Gericht der Küche Osakas: Okonomiyaki: In meinem Fall mit Shrimps (3 waren drin... naja.... für ein japanisches Lokal doch sehr eigenartig, am Fisch zu sparen (wo der hier doch so billig ist...))
Am Abend schauten wir uns Osaka dann von oben aus an. Ein glücklicher Zufall wollte, dass gerade unter der Gebäude mit der Aussichtplattform der deutsche Weihnachtsmarkt war, was uns die Möglichkeit gab den Glühwein nochmal zu kosten.
Der nächste Morgen begann dann mit einem etwas skurrilen Besuch eines "Lachrituals"... bei welchem bei mir leider nicht viel Freude aufkam. Aber aus Höflichkeit lacht man mit... Und offenbar waren Caro und ich im Lachen so gut, das wir nach den ersten 5 Minuten auf der Bühne landeten.

Wer hätte wissen können das das Ende zu diesem Zeitpunkt noch 15, gar nicht so witzige Minuten weg warund unsere Fahrkarte auf die Bühne ohne Rückfahrt war. Ich hatte danach ziemliche Bachschmerzen vom Lachen und war nicht so recht begeistert....
Aber: Noch hatten wir nicht alle "Must-see" Punkte auf dem Zettel abgearbeitet, also gings Tags darauf zum Schloss. Und unser Glück war uns hold, den gerade als wir dort eintrafen lichtete sich der Himmel und die Sonne brach durch. Am Nachmittag fuhren wir dann in den Hafenbezirk.
Vom dortigen Riesenrad hatte man einen tollen Blick. Das Rad sollte eines der größten der Welt sein, kommt mit seinen 115m aber nur auf den 18. Platz der Rangliste. Schön wars trotzdem.
Danach besuchten wir dann das aus dem Riesenrad bereits erkennbare Aquarium von Osaka.
Dabei hatte ich zwischendurch immer mal das Gefühl dass einige der zahlreichen Japaner die vielen ausgestellten Fische nicht nur "süß" sondern auch "lecker" fanden. Naja, ein Japaner im Aquarium ist wohl wie ein Deutscher auf einem Kuhhof.... Da kann einem schon mal ein Gedanke ans Essen kommen. Und um eben dieses drehte es sich auch am nächsten Tag rasch wieder.

In der berühmten "Nipponbashi"-Strasse werben die  Wirte besonders ausgefallen für ihre zahlreichen Speisen. Aber auch einfach so... war das ganze Viertel ein wenig überdreht. Man kann schon staunen, wie umfangreich man werben kann. Typisch japanisch eben...

Tags darauf fuhren wir dann nach Nara. Diese kleine Stadt östlich von Osaka war der erste feste Sitz des japanischen Herrscherhauses und bietet daher viele Tempel und historische Gebäude. Da die Stadt aber wirklich sehr klein ist und in einem Tag "erledigt" werden kann blieben wir auch nur den Einen. Nachdem wir einen hübsch angelegten Garten gesehen hatten besuchten wir den Todai-ji Tempel.
Dieser ist das größte Holzbauwerk der Erde und beherbergt einen riesigen bronzenen Buddha.

Der Tempel war einst noch größer gewesen, ist aber vor ein paar hundert Jahren bereits einmal abgebrannt.
Erfrischend anders unter der großen Anzahl an Tempeln und Schreinen die man in Japan an vielen Orten sehen kann war die Tatsache, dass heiligen Hirsche in Nara völlig frei umherlaufen und (durch tägliches Füttern der Besucher routiniert) bis auf Streichelnähe herankommen. Den kühlen Nachmittag spazierten wir dann durch die großzügigen Parkanlagen mit den vielen Sehenswürdigkeiten und genossen die letzten Sonnenstrahlen in einem kleinen Pavillon auf dem Teich.
Am nächsten Tage ging es weiter mit dem Zug in die letzte Stadt, in die unsere Reise ins Kansei-Gebiet führen sollte, nach Kyoto.
Diese Stadt erhielt 1997 von der UNESCO einen übegreifenden Weltkulturerbetitel für die Ansammlung mehrerer international bedeutender Stätten, weshalb man ihr kein Unrecht tut, die ganze Stadt, welche außer im Süden komplett von Bergen umringt wird als Weltkurlturerbe zu bezeichnen.
Am ersten Abend besuchten wir zunächst ein Theater, welcher für Touristen in kleinen verdaubaren Häppchen, innerhalb einer Stunde viele verschiedene Traditionen der japanischen Kultur zusammenfasst.
Neben einer Teezeremonie (Caro sitzt links auf dem Sitz der Zeremonienmeisterin), waren dies die Gestaltung eines Blumenarrangements, Zithermusik, eine traditionelle Komödie und ein japanische Tänze (auf Wunsch zeige ich gern Videos.)
In einem Broschüre in Hotel hatte ich kurz nach dem Einchecken eine interessante Anzeige eines Lokals ganz in der Nähe des Theaters gefunden, welches offenbar die Mischung zwischen einer Modelleisenbahnanlage und einem Restaurant versuchte, wohin wir uns nach der Vorstellung aufmachten. Und tatsächlich: Es gibt einen Ort auf der Welt an dem es möglich ist vor einer riesigen professionellen Modellbahnanlage (nicht in irgend einem kleinen Hobbykeller) mit Zügen, in denen sogar kleine Cockpitkameras verbaut waren, die die Fahrstrecke erlebbar machten, sein Bier zu trinken, dass essen zu genießen und sozusagen diese beiden wunderbaren Sachen vereint. Ich war glücklich und auch Caro hatte ihre sichtliche Freude!

Am nächsten Morgen startete dann unser Sehenswürdigkeitenmarathon durch Osaka, der in 3 Tagen soooo viel auf dem Plan hatte.

Wir begannen in Arashiyama:

(ich spare mir große Erklärungen und schreibe Bildunterschriften)
Die bekannte "Moon Crossing Bridge" über den Oi, die oft als Fotomotiv genutzt wird. Hier verkehrte auch so manche Rikscha.
Einblick in den hübschen Tempelgarten, der übrigens auch Weltkurlturerbe ist.
Es gäbe so viel zu schreiben und zu erzählen, doch irgendwie war ich an dem Tag, an dem wir dort waren nicht besonders Aufnahmefreudig und verfalle jetzt, wo ich die Bilder wiedersehe in den selben Zustand, weshalb ich schnell zum nächsten, leider sehr regnerischen Tag übergehe.
Aufgrund des angesprochenen schlechten Wetters, verbrachten wir den Tag in den überdachten Innenstadt-Markt-Gebieten. In diesen Marktstartssen gibt es die verrücktesten, leckersten, interessantesten, eigenartigsten und auch die ekligsten Dinge, die man sich auf einem Markt im fernen Osten vorstellen kann. Zum Beispiel Fisch-Salate (rechts zu sehen), die zu leicht erhöhten Preisen schreiend und kreischend an den Mann oder die Frau gebracht werden.
Aber auch Bottiche voll Kaviar oder einfach die Reste der ehemaligen Ware zu sehen.


Wer fleißig mitgezählt hat dürfte feststellen, das wir uns mit großen Schritten dem Jahreswechsel genähert haben und nun an eben diesem 31. Dezember angekommen sind.

Tor zum Monzencho
So nah wie wir diesem Fest gekommen waren so fast völlig unangetastet war aber auch das Programm der Stätten die zu besichtigen wir uns vorgenommen hatten, weshalb der 31. obwohl er sicher lange gehen würde früh begonnen werden sollte. Wir machten uns also in der Morgensonne auf in die Innenstadt und begannen unsere Tempeltour.
In der Frühe war es möglich einigeJapaner bei einem ruhigen und innigen Gebet zu beobachten.







Wie immer biete ich an Material und Informationen auf Bedarf nachzuliefern, halte mich im Einzelnen aber jetzt kurz.
Der berühmte goldene Tempel. Nicht auf dem Bild: die Menschenmassen hinter mir
Obgleich er zwei vergoldete Etagen hatte empfand ich Ihn um ehrlich zu sein recht schmucklos.
Viel besser gefiel mir hingegen der Palast am Ninna-ji Tempel, der für einen Kaiser der abgedankt hatte erbaut worden war. Die gesamte Anlage war sehr ruhig, ausgeglichen und würdevoll.
Nach japanischer Sitte wurden die Schuhe selbstverständlich an der Türschwelle zurückgelassen, weshalb dem Fotographen bei diesem Bild  (Außentemperatur gegen Null) bereits recht kühl war.
Die Ansichten wurden schöner und schöner und die Beine kälter und kälter.
Ein toller Blick auf den sorgsam angelegten Garten.
Schlicht aber perfekt... so wie es der Japaner mag.
Ich hätte sicher noch viele schöne Fotos machen können, musste aber aufhören um nach einem Eispickel zum modellieren meiner Füße beim wieder anziehen der Schuhe suchen.
In dieser Darstellung folgt hier ein kleiner inhaltlicher Bruch, denn es folgen ca. 5 weitere Tempel.
Vor dem Eingangstor der ehemaligen kaiserlichen Residenz
Anschließend an den anstrengenden Nachmittag machten wir uns über den Fluss (es ist niemand rein geplumpst, obwohl ich mit der Kamera auf der Lauer lag ("auf der Lauer" für Matthi)) auf die suche nach einem gemütlichen Kaffee, welches wir auch rasch fanden. Der heiße japanische Kaffee, der mit der unvergleichbar weissen Milch (ich hab noch nie so weiße Milch gesehen) und einem ordentlichen Stückchenkuchen die nächste Stunde beherrschte hob sichtbar unsere Laune und machte uns bereit für den langen Abend. 
Nach einem Bummel durch das große Parkgelände um die ehemalige kaiserliche Residenz folgten... wer hätte das gedacht... nocheinmal 3 Tempel/ Schreine inklusive 2 Weltkulturerben (Fotos erhältlich), bevor wir nach einigem zähen Suchen in der Innenstadt auf ein Abendessenangebot der (für Japaner) ungewöhnlichen Art stießen.
-All you can eat- plus eine Stunde lang -all you can drink- für einen Preis der für uns doch recht ansprechend war. Übermütig und freudig stiegen wir die Treppe zum Lokal empor (Ich meinerseits sicher, den Japanern einen kräftigen Strich unter ihren errechneten Profit zu machen). Eine Stunde später kamen wir dann wieder herunter: Caro war sichtlich gesättigt und zufrieden nach ihren Pizzen und dem Bier und mir war nach zu vielen Pizzastücken und Bier deutlich übel. Die Stunden zwischen 20:30 und 22:30 musste ich daher auf frischer Luft bestehen um meinem Magen nicht noch weiter mit Gerüchen zu zusetzen. Aber das passte voll in unseren Plan, da wir sowieso vor hatten zum Kiyomisu-Tempel zurückzukehren um dort den Jahresumbruch zu feiern.


Im Laufe des Abend stieg meine Laune und Verfassung dann auch wieder (die frische Luft wirkte) und mir gelang es tatsächlich ein paar extra in Kimono geworfene Japanerinnen für ein Foto zu begeistern.
Und dann kam er der Moment des Jahreswechsels. Unzählige Japaner hatten sich den großen Berg bis zum Schrein hinaufgequält. Überall gab es Verkaufbuden für Leckerein und auch das Fernsehen war mit mehreren Kamerateams angerückt. Ein großes beeindruckendes Erlebnis stand bevor. Die Spannung war förmlich in der Luft fühlbar. Und dann war es vorbei. ... Klingt komisch? Ja, so wars für uns auch. Nicht eine Rakete, keine Freudenrufe, keine frenetischen Glückwünsche, kein Sekt, kein Konfetti. Es war einfach Neujahr und außer der bedächtig einmal in der Minute aufklingenden Glocke des Schreins war kaum eine Gemütsregung erkennbar. Caro und ich waren sichtlich schockiert!
Das Neujahr kam, aber die Ruhe blieb. Auch am nächsten Morgen.
Doch bevor wir abreisten wurde es tatsächlich noch einmal turbulent. Am Fushimiinari-Schrein galt es für den wirtschaftlichen Erfolg zu beten und eben diesen Schrein hatten wir noch nciht besucht, weshalb wir ihn am Morgen der 1. Januar in Angriff nahmen. Diese Idee hatten (nicht übertrieben) auch mindestens 10.000 Japaner gehabt.
Der Schrein zeichnet sich durch eine unzählige Menge von Toren aus, die man auf einem ca.1km langen Weg, den Berg hinauf durchschreiten kann und es hat recht lange gedauert ein Fleckchen zu finden, in dem sich in Ruhe ein Foto machen ließ.

Da Caro und ich während der Tage in Osaka festgestellt hatten, dass wir beide nach dem Anbruch des neuen Jahres noch einige freie Tage zu Verfügung hatten, nahmen wir uns vor uns am 3. Januar in Matsumoto wieder zu sehen.... Doch das ist eine andere Geschichte, würde das Sandmännchen enden, das bei mir nun schon einige Stunden her ist, weshalb ich hier Ende.

Bis bald.

Ein wahrer Schnappschuss auf der Rückreise. Eigentlisch wollte ich nur den Berg fotographieren, aber plötzlich war auch der Expresszug mit drauf.