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| Das Stadtzentrum von Hamamatsu in morgendlichen Sonnenschein |
Mein Tag beginnt wahlweise zwischen 8 und 9 Uhr, neuerdings auch manchmal später. Die Begründung reiche ich nach. Nach einer kurzen Vorbereitung auf das während des Tages Anstehende schwinge ich mich auf meinen Drahtesel und fahre die 10-15 Minuten durch das morgendliche Hamamatsu zur Universität. Dort angekommen führte mich mein erster Weg zunächst immer zum Verwaltungsgebäude um nachzusehen ob die Einschreibung für den Ski-Kurs im Februar schon begonnen hat.
| Fakultät für Mechanik |
Wenn ich dann also um ca. 9:10 Uhr reinschneie bin ich mit mehr oder weniger großem Abstand der erste im Büro. Der Großteil der Mitarbeiter erscheint zwischen 10 und 11 Uhr und Einige erst viel später. Dies gibt mir die Möglichkeit vor dem Beginn des Japanisch Unterrichts evtl. notwendige Hausaufgaben und die Morgenlektüre zu erledigen, was bedeutet dass ich mir entweder das Nachtmagazin oder die Frühausgaben einiger Tageszeitungen anschaue. Meist läufts dann doch auf Tagesschau.de, TLZ.de und andere Informationsquellen und einige Mintuten facebook hinaus. Der Vorteil daran ist, dass ich die Informationen stets in sehr gebündelter Form bekomme, da die Nachrichten in ihren letzten Tagesausgaben meist noch einmal alles wichtige vom Tag zusammenfassen.
| Der Campus (ohne Festbuden) |
Das warten auf die Ski-Ausschreibung hat sich seit gestern erübrigt. Ich habe einen Platz bekommen... Mein morgendliches Zeitungsritual ist aber geblieben.
Wenn ich nach eineinhalb Stunden Japanisch um ca. 12:00 Uhr mit vollem Kopf ins Labor zurückkehre ist dann meist auch der Rest der Arbeitsgruppe eingetroffen, was Absprachen für den Tag und einige kurze Unterhaltungen ermöglicht bevor zur um 12:30 Uhr zusammen zum Mittagessen aufbrechen.
| Blick nach Süden |
| Bilck nach Nord-Osten (in der Mitte ganz klein der Fuji) |
| Blick nach Norden |
Das gilt in dieser Form auch für meinen Tagesrhythmus, der mit der Ankunft im Wohnheim um ca 22:00 Uhr langsam abschließt. In den letzten Wochen ist eine Art Gewohnheit eingekehrt, die aber auf jeden Fall nichts mit Alltäglichkeit zu tun hat was zum einen sehr interessant ist und zum Andern doch auch ein bisschen reumütig stimmt obgleich umso mehr bewusst wird wie viele alltägliche Dinge aus Jena es hier nicht gibt.
Morgen gehts für mich zum ersten mal in ein japanisches Kino, zunächst jedoch mit einem englischen Film, der nur japanische Untertitel hat. Am Samstag habe ich dann eine Karte für das "Jazz-Christmas" auf dem Campus gekauft. Ich in gespannt... Nächste Woche findet die Mittsemester-Präsentation aller Studenten aus dem Labor und anschließend die obligatorische Feier statt, und am nächsten Samstag fahre ich dann mit Caro über Weihnachten und Silvester nach Osaka, Nara und Kyoto... es scheinen also aufregende Wochen zu werden. Und schon stellt sich die Gewohnheit wieder ein. Aber das ist ja auch so gewollt und ich bin schließlich nicht hier um im Zimmer zu bleiben und auf April zu warten. Die wichtigsten Punkte der Ereignisse und Abenteuer gibts dann bald wieder hier zu lesen. Und: Achja... ein Friseurbesuch steht auch an... na mal schaun, was das wird...
Bis bald, frohe Weihnachten und guten Rutsch. Heiko
